Jüdische Film- und Kulturtage

Die Veranstaltung ist bereits abgelaufen
Kino (Foto: Lukas Gojda/fotolia)

Die Jüdischen Filmtage in Saarbrücken werden nun seit zehn Jahren in enger Zusammenarbeit zwischen der Synagogengemeinde Saar und dem Kino achteinhalb ausgerichtet. Von Sonntag, 28. Oktober, bis Sonntag, 11. November, werden Filme gezeigt, Workshops angeboten, es wird gekocht, durch die Stadt geführt und vieles mehr. 

Oberbürgermeisterin Charlotte Britz übernimmt die Schirmherrschaft für die Jüdischen Film- & Kulturtage Saarbrücken 2018 und wird bei der Eröffnung ein Grußwort sprechen.

Programmausschnitte

  • Zur Eröffnung am Sonntag, 28. Oktober, um 18 Uhr in der Synagoge Saarbrücken (Lortzingstraße 8) erwartet Besucher ein Doppelprogramm: Gezeigt wird der israelische Kurzfilm „Across the Line“ (ISR, 2017, OmU), ein Miniroadmovie, das in dem israelisch-palästinensischen Grenzgebiet spielt und das Menschliche im Nahost-Konflikt herausstellt. Danach erwartet sie ein Konzert mit jüdischer und israelischer Musik mit Boris Rosenthal und Band.
  • Ein Tanzworkshop „Israelische Tänze“ und ein Koch-Workshop „Koschere Küche“  
  • Ein Workshop über israelische Weine inklusive Verköstigung
  • Ein musikalischer Vortrag „Stimmen des Klezmers“ mit Helmut Eisel und Sebastian Voltz
  • Ein traditionelles Schabbat-Dinner nach dem Gottesdienst in der Synagoge
  • sowie einige weitere Veranstaltungen, die einen noch tieferen Einblick in die jüdischen Lebenswelten ermöglichen.
  • Das Filmprogramm besteht, neben dem Eröffnungs-Kurzfilm, aus fünf Spielfilmen und einem Dokumentarfilm. In dem Thriller "Our Father" lässt sich ein orthodoxer Jude, der als Türsteher in einem Club arbeitet, um eine Medizinbehandlung seiner Frau zu finanzieren, auf einen Deal mit der Unterwelt ein. "Scaffolding" zeigt anhand eines jungen Mannes, der versucht die sozialen Schranken durch Bildung zu überwinden, die im israelischen Film sonst fast unsichtbare Arbeiterklasse. Amischai Greenbergs Film "Das Testament" zeigt einen jüdischen Holocaustforscher, der im Rahmen seiner Recherchen eines Zwangsmassakers in Österreich entdeckt, dass seine Mutter keine Jüdin ist. Mit Antisemitismus in der Vergangenheit und heute beschäftigen sich zwei weitere Filme: "Ein Jude als Exempel" aus der Schweiz und eine slovakisch-österreichische Koproduktion "Der Dolmetscher". Alexa Karolinski erkundet in ihrem Dokumentarfilm "Lebenszeichen" das jüdische Berlin von heute an den Lebenspuren Ihrer Freunde und Verwandten. 

Weitere Informationen

Die Veranstalter betrachten die Jüdischen Film- & Kulturtage Saarbrücken nicht nur als eine Bereicherung des kulturellen Angebots in der Landeshauptstadt und der Region, vielmehr auch als eine Möglichkeit zur sensiblen Auseinandersetzung mit der jüdischen Kultur, Identität und auch mit der Vielfalt der jüdischen Gesellschaft in Deutschland und Israel. So können Vorstellungen vom jüdischen Leben hinterfragt und korrigiert werden.

Das gesamte Programm der Jüdischen Film- & Kulturtage Saarbrücken 2018, sowie weitere Informationen gibt es auf der Festivalseite.

Veranstaltungsdetails

Art:
Kino
Datum (abgelaufen):
28.10.2018
Ort:
Synagogengemeinde Saar
Lortzingstraße 8
66111 Saarbrücken
Telefon:
+49 681 910380
Internet:
http://www.synagogengemeindesaar.de

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